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Jussel goes USA

Veröffentlichungsdatum29.11.2013Lesedauer2 Minuten

Umweltzeichen-Kachelofen goes USA
Richard Jussel, Thomas Schiffert

Holz heizen spielt in Zeiten intensiver Diskussion über Klima- und Energiepolitik eine große Rolle. Dass dies nicht nur bei uns der Fall ist, zeigt die Tatsache, dass nun sogar in den USA erstmals ein großer Wettbewerb für moderne holzbefeuerte Öfen durchgeführt wurde, der „Wood Stove Decathlon“. Hafnermeister Richard Jussel aus dem Waldviertel und dem Österreichischen Kachelofenverband ist es gemeinsam gelungen, mit einem Kachelofen mit UmweltPlus-Brennraum das Finale dieses Wettbewerbes und dort den ausgezeichneten vierten Platz zu erreichen.

Logistische HerausforderungDieses Finale fand von 15. bis 19. November 2013 in der Hauptstadt der USA, Washington D.C. in unmittelbarer Nähe zum Parlament, dem Kapitol, statt. Die Vorbereitungen für die Teilnahme waren sehr aufwendig, da das komplette Material zeitgerecht nach Amerika transportiert werden musste. Die Logistik war überhaupt eine große Herausforderung, da der Ofen nicht am Standort des Wettbewerbs aufgebaut werden konnte. Der Kachelofen wurde von Richard Jussel mit Unterstützung von Rod Zander, einem Ofenbauer in Goshen, Connecticut gebaut, rund 550 km von Washington entfernt. Anschließend wurde der Ofen auf einem Anhänger an den Ort des Wettbewerbs gebracht, der sich in einem Zelt auf einer Wiese befand.

DI Dr. Thomas Schiffert und Richard Jussel präsentierten den Umweltzeichen-Kachelofen den zehn Richtern des DecathlonsDas Finale des Wettbewerbs bestritten zwölf Öfen, wobei acht aus den USA und je einer aus Neuseeland, Finnland, Dänemark und eben Österreich kamen. Alle Öfen wurden an Metallschornsteine angeschlossen und mit Naturzug betrieben. Insgesamt gab es fünf Kategorien die bewertet wurden – Leistbarkeit, Innovation, mögliche Marktakzeptanz, Energieeffizienz und Emissionen. Für die Kriterien Energieeffizienz und Emissionen wurden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils Messungen für alle Öfen Vorort durchgeführt und der Mittelwert gewertet. Interessant (bzw. eigenartig) war die Tatsache, dass zur Berechnung ein Intervall von lediglich 15 Minuten herangezogen wurde, das 15 Minuten nach dem Anzünden begann. Unser Kachelofen mit UmweltPlus-Brennraum schnitt bei diesen Messungen trotz der für Speicheröfen benachteiligenden Mess- und Berechnungsmethode ausgezeichnet ab. Erfreulich war auch der Spitzenplatz in der Kategorie mögliche Marktakzeptanz, da den Juroren das Produkt Kachelofen gänzlich unbekannt war.

Höhepunkte der Rahmenveranstaltung waren ein Empfang in der Österreichischen Botschaft in Washington für alle Teilnehmer sowie die Preisverleihung, an der nicht weniger als vier Abgeordnete des amerikanischen Repräsentantenhauses teilnahmen. Besonders erfreulich war die Berichterstattung über den Wettbewerb in den renommierten Medien National Geografic – mit einem tollen Video mit unserem UZ-Kachelofen in Aktion -  und der New York Times. Die Links dazu finden Sie auf www.kachelofenverband.at.